“Der Tagesspiegel” Causa Questionnaire

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“My Inspiration“ is the motto of the Questionnaire in the german newspaper Der Tagesspiegel. In June 2015 Raban Ruddigkeit was lucky to answer (in german).

Meine Inspiration – Raban Ruddigkeit, Designer & Autor

Wer Raban Ruddigkeit begegnet, erlebt einen schnell denkenden & ideensprühenden Menschen. Alles, was ihn beeindruckt, setzt er in Bilder & Grafiken um. Ruddigkeit zählt zu den meistausgezeichneten Gestaltern des Landes; er ist als Designer ebenso versiert wie als Entwickler von Werbekonzepten. In Causa zeigt er von heute an seine Sicht der Dinge in einem grafischen Kommentar.

Was hat Sie zuletzt inspiriert?
Je schneller & hektischer wir uns in die Zukunft stürzen, desto weiter nach hinten versuche ich zu blicken, was es aus der Menschheitsgeschichte zu lernen gibt. Das Buch, das mich dabei in den letzten Monaten immer wieder inspiriert hat, ist das
„Tao te king“ von Laotse.

Bei welchem Thema haben Sie Ihre Meinung geändert?
Dass die Welt ausgerechnet mich braucht. Denn in Wahrheit brauche ich die Welt.

Ihre Lieblingsformulierung derzeit?
„Im Gegenteil wird das Wort oft wahr.“ Natürlich von Laotse

Was haben Sie kürzlich gekauft – und warum?
Zwei Paar Schuhe des Berliner Unternehmens „Atheist“. Bisher musste man sich ja immer entscheiden, ob man als Mann bequeme oder schicke Schuhe trägt. Bei diesen Modellen kommt tatsächlich beides auf wunderbare Weise zusammen.

Wovor haben Sie Angst?
Vor der Beantwortung dieser Frage.

Auf welche Droge können Sie nicht verzichten?
Auf das Internet.

Wem würden Sie gerne mal einen Drink spendieren?
Gott. Und seinen selbst ernannten Stellvertretern.

Welche Frage treibt Sie gerade um?
Welche Möglichkeiten finden wir, Kommunikation so zu gestalten, damit sich Menschen – im vielfachen Sinne diesesWortes – verstehen? Wenn sich schon Sechzehnjährige mit Depressionen & anderen Zivilisationskrankheiten herumschlagen, scheint unsere Gesellschaft noch weit von ihren eigentlichen Idealen entfernt zu sein.

Was können Sie besonders gut?
Meine Mutter war Germanistin, mein Vater Grafiker. Ich wandere zwischen diesen beiden Welten umher & empfinde mich dabei als Transmitter. Als jemand, der die Ideen, Werte und Visionen anderer in Bilder & Worte übersetzt. Ich bin ein Bote, nicht die Botschaft …